Die Ortsmitte ist das Herzstück eines jeden Ortes und zentraler Ort der Begegnung. Intakte Ortskerne sind essenziell. Das Förderprogramm der hessischen Dorfentwicklung adressiert daher die Ortskerne, um diese attraktiv und zukunftssicher gestalten zu können.
Mit der Sanierung von Bausubstanz, der Schaffung von Wohnraum, dem Rückbau oder der Um- bzw. Weiternutzung von leerstehenden Gebäuden, der Gestaltung von Hof-, Grün- und Freiflächen: Mit Hilfe ihres vielfältigen Förderansatzes gelingt es der Dorfentwicklung, die Ortskerne zu erhalten, zu entwickeln, kommunale und bürgerschaftliche Vorhaben zu unterstützen und dadurch die Wohn- und Lebensqualität in unseren Ortsteilen zu verbessern.
Die hessische Dorfentwicklung ist für uns eine feste Konstante in unser aller Bemühen um eine lebendige und zukunftsfähige Gemeinde. Sie setzt wie kein anderes Förderangebot bei den demografischen und strukturellen Veränderungen an.
Die Gemeinde Jossgrund blickt auf eine fast 30-jährige Erfolgsgeschichte im Rahmen der Dorferneuerung und -entwicklung zurück. Seit den ersten Anfängen im Förderprogramm sind unzählige, kommunale als auch private Bau- und Sanierungsprojekte realisiert worden, die den Jossgrund nachhaltig bereichern und verschönern.
Und das Beste! Die erfolgreiche Entwicklung unserer Ortsteile geht in die Verlängerung.
Wir haben für uns die nächste Dorfentwicklung auf den Weg gebracht.
Ziele, Teilnahme und Steuerung
Das Ziel des Förderprogramms der Dorfentwicklung: Die Förderung des ländlichen Raums
Ziel der Förderung der ländlichen Entwicklung ist, die ländlichen Räume als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum zu sichern und weiterzuentwickeln.
Die Förderung der ländlichen Entwicklung in Hessen orientiert sich in ihrer allgemeinen Zielsetzung an
- der Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Stadt und Land. Im Rahmen der ländlichen Entwicklungsförderung erfolgt dies durch die konkrete Steigerung der Lebensqualität, etwa durch Stärkung der Infrastruktur und Steigerung der Attraktivität ländlicher Orte und Regionen als Wohn-, Arbeits- und Erholungsorte.
- der Orientierung an übergeordneten gesamtgesellschaftlichen Zielen wie Ressourcenschutz, Bekämpfung des Klimawandels und dem Erhalt einer intakten Umwelt zum Schutz der Biodiversität.
Die Förderung der ländlichen Entwicklung wird in Hessen über die Förderprogramme Dorfentwicklung und Dorfmoderation, sowie der Regionalentwicklung über LEADER umgesetzt.
Die Programme richten sich an die gesamte ländliche Bevölkerung. Deren Einbindung im Rahmen von Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten sowohl bei grundsätzlichen konzeptionellen Überlegungen hinsichtlich der Handlungsbedarfe und Entwicklungspotenziale der Kommunen als auch bei der Projektumsetzung ist ein wesentliches Programmziel in Hessen. Die Förderangebote richten sich an Kommunen ebenso wie an Vereine, Privatpersonen und Unternehmen.
Ziel der Dorfentwicklung ist es, investive Maßnahmen sowie deren konzeptionelle und planerische Vorbereitung im öffentlichen und privaten Bereich mit dem Ziel der gestalterischen und funktionalen Stärkung der Ortskerne in den Kommunen im ländlichen Raum umzusetzen. Die Förderung erfolgt auf Grundlage von kommunalen Entwicklungskonzepten und im Rahmen von Mitwirkungsprozessen in einem definierten Förderzeitraum von in der Regel sechseinhalb Jahren in ausgewählten Förderschwerpunkten. Jährlich sollen ca. 100 Kommunen mit rund 800 Ortsteilen gefördert werden.
Die Dorfmoderation: Anlauf nehmen zur Teilnahme am Förderprogramm der Dorfentwicklung
Ziel der hessischen Dorfmoderation ist, mit Unterstützung externer Beratung und unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, erforderliche Veränderungen und Entwicklungsprozesse auf örtlicher Ebene zu eruieren und anzustoßen sowie Strategien zu erarbeiten und Lösungsansätze für zukünftige Anforderungen zu entwickeln.
Die Dorfmoderation kann sich sowohl mit gesamtkommunalen Fragestellungen als auch mit einzelnen Themenfeldern oder Problemlagen befassen, zum Beispiel in den Handlungsfeldern Nahversorgung, ehrenamtliches Engagement, Gesundheitsversorgung, soziale und kulturelle Infrastruktur.
Sie kann für die Vorbereitung der Bewerbung für die hessische Dorfentwicklung in Anspruch genommen werden.
Die Steuerungsgruppe als gemeinsames Gremium aus Ortspolitik, Mitbürger:innen und Verwaltung
Die Steuerungsgruppe begleitet den gesamten Prozess der Dorfentwicklung. Sie besteht aus Verwaltung, Politik sowie engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus möglichst allen Ortsteilen.
Die Steuerungsgruppe hat unter anderem folgende Aufgaben:
- Begleitung der Dorfentwicklung während des gesamten Zeitraums
- Regelmäßige Information der Bürger/-innen zum aktuellen Stand der Dorfentwicklung
- Ansprechpartner vor Ort als Multiplikatoren
- Unterstützung der Kommune und der Bürger/-innen bei der Umsetzung des KEK
- Koordination von Arbeitsgruppen zu bestimmten Themen/Projekten
- Abstimmung und Organisation bei der Vorbereitung von Projekten
- Festlegung der Projektreihenfolge (Priorisierung) und Zeitplanung
- Bilanzierung / Evaluierung (Was haben wir bisher geschafft? Was soll als nächstes Projekt umgesetzt werden?)
Rückblicke